vanilla ninja // biographie

Piret Järvis (22), Lenna Kuurmaa (20), Katrin Siska (22) und Maarja Kivi (20) kannten sich aus der Schule, wo sie schnell erkannten, dass sie eine gemeinsame Karriere starten könnten, denn Talent und musikalische Erfahrung hatten sie genug. Sie gründeten die Gruppe Vanilla Ninja, die 2002 von ihrem damaligen Produzenten Sven Lõhmus in Estland entdeckt wurde. 2003 nahmen an der estnischen Vorentscheidung des Eurovision Song Contests teil.

Zwar belegten sie mit dem Lied "Club Kung Fu" hier nur den neunten und damit letzten Platz, weil die Jury dies so bewertete, das Publikum jedoch war anderer Meinung. Das im Jahre 2003 aufgenommene erste Album "Vanilla Ninja" stürmte sofort die estnischen Charts und führte diese sechs Wochen lang unangefochten an.

Noch im selben Jahr lernten sie David Brandes kennen, mit dem sie ihre erste, in Deutschland produzierte Single "Tough Enough" aufnahmen. Dies war der internationale Durchbruch der vier Ninjas. Es folgten zahlreiche Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie am 5. Juni 2004 der triumpfale Höhepunkt mit dem Konzert in der estnischen Hauptstadt Tallinn, zu dem 15000 begeisterte Fans kamen und für einen tollen Rahmen sorgten. Auf diesem Konzert stellten sie ihr brandneues Album "Traces of  Sadness" vor, welches in Deutschland am 7. Juni 2004 veröffentlicht wurde.

Fast zeitgleich mit dieser Veröffentlichung wurde bekannt, dass die 18-jährige Bassistin Maarja Kivi schwanger war und die Band verlassen würde. Maarja Meriste-Kivi heiratete und gebahr eine Tochter, Dora-Liisa.

Die folgenden Auftritte wurden zu dritt gemeistert, bevor im Juli 2004 das neue Multitalent Triinu Kivilaan (17) als Nachfolgerin feststand.
Seid dem 7. August 2004 mit dem Auftritt in Rust war der Neuzugang dann offiziell. Triinu hatte sich nahtlos in die Band gespielt und sich mit ihrer fröhlichen, unbekümmerten Art in die Herzen der Vanilla Ninja Fans gesungen.

Es folgten unteranderem Auftritte bei der VIVA Show Stars for Christmas mit  "Light Of Hope" (einer Variante der Ballade "When The Indians Cry") und Salzburg (Österreich) bei The Dome 33, wo sie neben der Präsentation eingener Lieder auch den Band-Part für Gracia bei deren Lied "Run And Hide" übernahmen.

Im März 2005 erschien das insgesamt dritte Album "Blue Tattoo", von dem Titelsongerschien sogar die estnische Version "Kauge kuu". Produziert wurde auch dieses Album von David Brandes.
Vom 1. April 2005 (Kiel) bis zum 19. April 2005 (Köln) gingen sie auf eine Tournee, die sie unteranderem auch nach Luxemburg und in die Schweiz führte.
Zeitgleich zur Tour machten Meldungen die Runde, dass die Plattenfirma BROS Music, die Herrn Brandes gehört, die Chartplatzierungen durch massenhafte Selbstkäufe beeinflusst hatte.

Dies warf einen Schatten  auf die bevorstehende Teilnahme für die Schweiz am Eurovision Song Contest 2005 in Kiew (Ukraine), wo sie sich im Halbfinale durchsetzten. Im Finale belegten sie einen sehr beachtlichen 8. Platz.

Nach verschiedenen Auftritten bis November 2005 fand am 10. Dezember 2005 in der SAKU Suurhall in Tallinn (Estland) das in deren Heimat heiß ersehnte Konzert statt. Mit 8000 Zuschauern erlebte die Halle einen Rekordbesuch und Vanilla  Ninja lieferten ein derart gutes Konzert ab, dass an den Folgetagen in der gesamten estnischen Presse kein einziges negatives Wort zu lesen war. Das Konzert enthielt sowohl zwei Lieder aus dem allerersten Album der Gruppe als auch zwei völlig neue, selbstgeschriebene Lieder.

Allerdings haben Heimatkonzerte bei Vanilla Ninja anscheinend immer die Nachwirkung, dass sie hinterher ohne ihre Bassistin auskommen müssen. Nach Maarja verließ diesmal Triinu Kivilaan noch vor Ende des Jahres die Band.

Sie startete zu einer Solokarriere, sie nimmt nach Coverbandauftritten mittlerweile ein eigenes Album auf und auch von Maarja erschien mit "Could You" eine Single (produziert von David Brandes), und später noch eine weitere "Shine it on". Danach, weil diese Singles nicht gerade erfolgreich waren, zog sich Maaeja zurück. Im Jahr 2008 startet Maarja Kivi Meriste ein Comeback mit ihrer neuen Single "21!?".

Triinu Kivilaan zog es vor, sich privat zurückzuziehen und sozusagen im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Eine Solokarriere wurde zunächst dementiert, später im Jahr 2007 jedoch doch noch gestartet.

Vanilla Ninja indessen fing mit der Aufnahme des neuen, im April 2006 erschienem Studioalbum "Love Is War"., an. Man hatte sich indess auch von Herrn Brandes als Produzenten getrennt und führt die Geschäfte mit neuem Management weiter, und mit der Firma EMI Music Germany einen Vertrag geschlossen, der allerdings nur wenige Monate hielt, genau gesagt bis nach Veröffentlichung der zweiten Single aus dem Album, "Rockstarz".

EMI und Vanilla Ninja trennten sich und auch das Management von Vanilla Ninja verabschiedete sich schneller als erwartet. Nach und nach kam dann zu Tage, dass es da ein Problem mit dem Namen "Vanilla Ninja" gab. David Brandes erhob Anspruch auf den Handelsnamen in Deutschland und prozessierte gegen EMI Music Germany. Bei all dem bleibt natürlich zu erwähnen, dass Brandes sogar drohte, im Falle dass Vanilla Ninja mit ihrem eigens dafür von Lenna Kuurmaa komponierten Lied "Birds of Peace" zum Eurovision Song Contest 2007 nach Helsinki gefahren wäre, dass dann die Band ohne ihren Namen hätte auftreten müssen. Er bekam zunächst Recht, dann aber, im Dezember 2007 bekam die Band dann letztendlich doch noch, quasi als Weihnachtsgeschenk, ihren Namen zurück, zumindest in Deutschland, und damit weltweit.

Weltweit bis auf Estland. Denn dort entschloss sich die alte Plattenfirma TopTen dazu die Marke an Oulson OÜ zu verkaufen, Alseksander Simakov. Er versuchte dann den Namen erfolglos bei Ebay zu weit überhöhtem Preis weltweit zu versteigern, angesichts der tatsache, dass seine Rechte auf Estland beschränkt waren. Aber auch dies fand mittlerweile ein Happyend, denn ein Mitarbeiter des Radiosenders Raadio Uuno ersteigerte die Marke nunmehr auf einer anderen Auktionsplattform zusammen mit einem Anwalt und plant, diesen Namen der Band zurückschenken. Wir als Fans können ihm dafür nur dankbar sein.

All diese Eitelkeitsprobleme einzelner Herren haben die Karriere etwas gebremst und Liveauftritte für Vanilla Ninja nur in Estland ermöglicht, was den estnischen Fans natürlich, angesichts der Vorjahre, zu Gute kam, dem internationalen Publikum aber abträglich war.

Dazu kamen noch die Bemühungen, die Fans abspenstig zu machen mit zum Teil sehr fragwürdigen Methoden. Aber was auch versucht wurde, die meisten Fans sind Vanilla Ninja treu geblieben und haben gezeigt, was Loyalität ist.

Aber da nun mittlerweile all diese Problem Geschichte sind, konzentriert sich die Band nun auf ihren ersten Auftritt auf den amerikanischen Kontinent, genauer gesagt in Chile. Dort findet das Vina del Mar Festival 2008 statt.